Unterwegs, Piemonte, Colle del Nivolet

Unterwegs, Piemonte, Colle del Nivolet

  • 29. August 2017, Italien, Piemonte, Locana, Parco Nazionale del Gran Paradiso

Mit meinen Freunden Michele, Alberto und Mauro startete ich in Locana, um die 41km bergauf zum Gipfel des Colle des Nivolet (2612m) in Angriff zu nehmen…

Als ich meine Freunde fragte, welche Tour wir fahren könnten, gab es diverse Vorschläge. In der engeren Auswahl stand Diga di Malciaussia (1805m) oder der Colle del Nivolet. Ich war bisher noch nie einen Pass auf 2612m gefahren und somit war die Sache dann klar.

Wir starteten in Locana bei ca. 600m und begannen die 41km – To(rt)ur bei bestem Wetter mit 30°C und blauem Himmel. Im Trikot die Windweste, den Boff, die Armlinge und Langfinger- Handschuhe für die Abfahrt verstaut, die Flaschen mit frischem Wasser gefüllt und ab dafür.

Ab sofort ging es stetig bergauf bei moderaten 6% mit kleineren Rampen. Wir quatschten so vor uns hin, bis ich auf einmal merkte, dass  ich nicht mehr in der Lage war zu sprechen…mit einem Steigungswert von 10-12% kurbelten wir weiter.
Wir wollten eigentlich die Umfahrung nehmen, um nicht durch den Tunnel zu fahren…aber die Straßenmeisterei hat uns den Plan durchkreuzt.  Die Umgehungsstraße war noch nicht befahrbar aufgrund Fahrbelagserneuerung…Somit mussten wir durch den Tunnel, der im Schnitt 10% Steigung mit sich brachte….einziger Vorteil war der Rückenwind im Tunnel 😉

Vorbei an dem Stausee in Ceresole Reale ging es dann ein kurzes Stück bergab, um dann brutal bis auf 2612m anzusteigen. Vorbei an dem Stausee Diga del Agnello ging es unermüdlich hoch zum Finale. Die Lufttemperatur fiel immer weiter und war noch bei ca 12°C. Somit war es angenehm kühl, aber je nachdem, in welche Richtung die nächste Kehre ging, hatte man entweder Rückenwind oder es blies eine steife Brise entgegen. Aber mir war das egal…der Schweiß lief mir immer noch an der Nasenspitze herunter.

Die letzte Kehre hoch zum Schild war der Hammer! Die Beine brannten, aber, als ich die Jungs dort stehen sah und sie mich anfeuerten, war es egal. Ich drehte nochmal ein bissle schneller die Kurbel, fuhr die letzten Meter hoch, klickte die Pedale aus und stützte mich mit dem Oberkörper auf dem Lenkrad ab…41km bergauf mit 2000hm..geschafft..

Dann gab es die Fotos, die ihr in der Galerie sehen könnt. Aber erst beim Abfahren hatte ich die Möglichkeit die Aussicht und das Panorama zu genießen.

Die Tour zum Ansehen bei Relive:
https://www.relive.cc/view/1158543548

Die Tour auf Strava:
https://www.strava.com/activities/1158543548