Kufsteinerland  Radmarathon 2018

Kufsteinerland Radmarathon 2018

Kennst du die Perle, die Perle Tirols? Das Städtchen Kufstein, das kennst du wohl…

Mit den Klängen des altbekannten Kufsteinlieds ging es am Sonntag, den 09.09.18, für drei Radsportler vom VFB Kipfenberg früh um 5 Uhr morgens – halb schunkelnd,halb schlaftrunken – los zum Örtchen am grünen Inn.

Maria Marb, Flo Rausch und Dirk Rottluff hatten  bereits im Vorfeld online für die Marathonstrecke mit 125 Kilometern und 1900 Höhenmetern gemeldet. Die „Perle Tirols“ begrüßte uns mit kaiserlichem Bilderbuchwetter und bei der Abholung der Startunterlagen trafen wir zufällig Brunni vom befreundeten Team Radsport Gaimersheim.

In der Startaufstellung wurde dann vom bekannten Ötzi-Moderator Martin Böckle  das hochkarätig besetzte Starterfeld namentlich vorgestellt: Darunter einige Stars der Jedermann- und Granfondoszene im Alpenraum, wie z.B. Nadja Prieling (1o Tage – 10 mal Ötzi!) in der Damenwertung bzw. Stefan Oettl, Michael Spögler, Michael Sprenger und Andi Lenz bei den Herren.

Die Müdigkeit wich dem Adrenalin beim Startschuss und nach einer neutralisierten Startphase ging es gleich hinein in den ersten Anstieg Richtung Thiersee und man merkte sofort, dass Kufstein tatsächlich umrahmt von Bergen, so friedlich und still ist. Ab und zu wurde die  Bergidylle natürlich in den steilen Passagen vom Schnaufen der Sportler, dem Hupen der Begleitmotorräder und den Kettengeräuschen der Räder beim Schalten gestört. In einer Schleife über Hinterthiersee und einer z.T. technisch anspruchsvollen Abfahrt ging es wieder hinab zum grünen Inn; nun war es wichtig, eine gute Gruppe zu erwischen, denn die nächsten knapp 40 Kilometer waren eher flach bzw. wellig. Wir drei hatten jeweils das Glück in gut laufenden Gruppen gelandet zu sein, und so ging es im Belgischen Kreisel  mit gut 36 KmH im Schnitt  über Mariastein, Breitenbach und Kramsach in den zweiten längeren Anstieg. Dummerweise machte ich kurz vor Kramsach den Fehler an der Labestation anzuhalten. Es gab nur Wasser und davon hatte ich noch genug; trotzdem aufgetankt, knapp 1 Kilogramm schwerer, Gruppe weg, aber was solls? Trainingseffekt.

Es kostete einiges an Körnern, um am Anstieg nach Brandenberg das Loch zur Gruppe zuzufahren. Die relativ große Gruppe  war bergauf gesprengt worden, so dass nur noch kleinere Grüppchen unterwegs waren, denen es sich vom Tempo her anzupassen galt. Über Pinegg ging es dann in einer giftigen Rampe hinauf nach Aschau, die Beine flehten um Gnade, aber das Gejammer wurde nicht erhört, denn die folgende längere Abfahrt nach Kramsach setzte zusätzliche Energie frei. Im Tal angekommen war es wieder wichtig eine Gruppe  zu erwischen.

Relativ zügig ging es nach Bichlwang, wo die letzten Kuppen auf die Fahrer warteten. Man war nun meist auf sich selbst gestellt oder hatte höchstens durch einen weiteren Kollegen kurz Windschatten. Nach einer steilen und gefährlichen Abfahrt herunter zur Bundesstraße war es fast geschafft: Kufstein war in Reich- und Sichtweite.

Im Ziel angekommen gab es erstmal ein Eis mit Brunni, Maria und Dirk. Auch wenn wir unsere Leistungen nach der Zieldurchfahrt nicht so recht einschätzen konnten, machte es uns Hoffnung, dass Marias Strava-Account nach dieser Ausfahrt etliche „Krönchen“ meldete.

Und tatsächlich – Maria schaffte es in der Frauen-Gesamtwertung auf einen phänomenalen 3. Platz – hinter keinen Geringeren als Nadja Prieling und Lea Horngacher.

Der Jubel war groß und der Erfolg für den VFB Kipfenberg wurde ausgiebig gefeiert, auch wenn der Moderator zunächst bei der Siegerehrung nur Kapfenberg in Österreich und nicht Kipfenberg in Bayern kannte. Am Schluss meinte er dann: „Aso, Ingolstadt bei Kipfenberg“ – naja, Rad- und erfolgstechnisch konnte unser Dorf dann doch mit der Großstadtmetropole mithalten 🙂

Und ist der Urlaub

dann wiederum aus

so nimmt man Abschied

und fährt nach Haus.

Man denkt an Kufstein

man denkt an Tirol

Lebe wohl leb wohl.
Beim Heimfahren meinte Dirk: „Letzte Woche beim Ötzi hätte ich überall sein können, auch in einer Waschküche. Hier hat man die Berge gesehen und erlebt.“
Bis zum nächsten Jahr!
Ergebnisse:
Maria Marb    4:14:39      Overall               3.
Flo Rausch      4:07:34       AK                    36.
Dirk Rottluff    4:14:00      AK                     32.
Anbei ein paar Impressionen (Quelle: Sportfotograph)